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Dianora
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Freitagsnachrichten

Ungelesener Beitrag von Dianora »

In diesen Freitagsnachrichten findet ihr einige Neuigkeiten zur immer näher rückenden Veröffentlichung der Version 1.89 von Dark Age of Camelot, einen Bericht über die Animation der Kampagne A Dragon's Revenge, deren neuestes Kapitel seit Montag online ist, und schließlich die neuesten Abenteuer von Hrokor, dem schrecklichen Troll.

Informationen zu den Tests der Version 1.89

Wir sind dabei, auf die Version 1.89 umzustellen, nachdem das letzte zur Version 1.88 gehörende Kapitel der Kampagne A Dragon's Revenge fertiggestellt ist. Zurzeit arbeiten wir an englischen Clients und Servern und führen Steuerungstests durch.

Diese Woche haben wir wichtige Neuigkeiten für euch (Änderungen an der Benutzeroberfläche, eine Überarbeitung es Systems, mit dessen Hilfe sich Spieler online in Trials of Atlantis zusammenschließen können, usw.). Angesichts der Verzögerung durch das neueste Kapitel der EA Mythic-Kampagne rechnen wir damit, dass die Version 1.89 innerhalb eines Monats online sein wird. Wir werden euch natürlich über das Fortschreiten der Tests auf dem Laufenden halten.

Animation : A Dragon's Revenge

Die neuen Quests der EA Mythic-Kampagne A Dragon's Revenge sind seit letzten Montag verfügbar. Ihr erhaltet sie von denselben NSCs wie im vorherigen Kapitel und sie werden euch als Verteidiger eures Reiches in neue epische Schlachten führen. Für Abenteurer, die noch immer auf der Suche nach den Geheimnissen der Drachenhort-Rüstung sind, nimmt der Druck zu. Es ist Zeit, die neuesten Untaten der feindlichen Horde aufzudecken. Seid versichert, dass die Belohnungen den Gefahren entsprechen werden, die ihr zu bestehen habt.

Wir haben die von den jungen Drachen fallen gelassene Beute aus Konsistenzgründen an die US-Server angepasst : Ihr erhaltet jetzt nur noch 20 Respezialisierungssteine (10 leuchtende Exerpisesteine und 10 leuchtende Exeregumsteine). Diese Grenze führen wir ein, damit diese Steine nicht zu häufig vorkommen.

Außerdem möchten wir euch daran erinnern, dass Spieler, die in der Nähe der Drachen campen und sie immer wieder töten, um an die Beute zu kommen, nicht diejenigen behindern dürfen, die lediglich ihre Quests abschließen wollen. Jede Behinderung der Fortschritte anderer Spieler wird als Ärgernis für die Community betrachtet und möglicherweise bestraft. Wir empfehlen euch auch, keine Beute von anderen Spielern zu verlangen, denen ihr für eine Runde euren Platz überlassen habt.


An anderer Stelle haben wir Text am Ende eines NSC-Questdialogs entfernt, da dieser nur US-amerikanische Spieler betraf.
Schließlich möchten wir noch etwas zu bestimmten Benutzeroberflächen klarstellen, die beim Erhalt von Questbelohnungen im Rahmen der Kampagne Fehler erzeugen könnten : Achtet bitte darauf, dass eure Benutzeroberflächen auf dem aktuellen Stand sind. Und wenn ihr nicht sicher seid, ob eure mit der Version 1.88 kompatibel ist, solltet ihr sie deaktivieren. Andernfalls könntet ihr wertvolle Gegenstände verlieren, die wir euch nicht ersetzen könnten.

All denjenigen, die an den Horten der Drachen vorbeigekommen sind, ist vielleicht schon aufgefallen, dass die Drachen verschwunden sind. Hier nun die Analyse dieses Phänomens von Gerik Morrow :

Die Drachen sind verschwunden. Sie sind einfach fort, aufgebrochen, mit unbekanntem Ziel. Wir wissen nur, dass sie nicht tot sind. Könnte es sein, dass sie sich irgendwo versammelt haben, um neue Pläne zu schmieden ? Wo auch immer sie hingegangen sind, wir können sie nicht finden und ihnen nicht folgen. Deshalb können wir uns auch nicht vorbereiten. Mögen uns die Geister gnädig sein. Es hat so viele Zauber und Zeichen gegeben, aber bisher konnten wir Untersuchungen anstellen und vorausplanen. Bei ihrer Rückkehr werden wir uns nicht auf einen Plan stützen können.
Sie haben ihre Jungen zurückgelassen, von denen die ältesten bereits eigene Namen angenommen haben. Außerdem haben sie die Schätze ihrer Eltern übernommen. Wird eines von ihnen eines Tages den Hort selbst übernehmen ? Diese halbwüchsigen Jungdrachen streifen durch die Drachenländer und suchen nach unaufmerksamen Reisenden, die sie überfallen und verschlingen, um noch größer und mächtiger zu werden. Die Drachentöter haben begonnen, junge Abenteurer zu Übungszwecken gegen diese kleineren Drachen kämpfen zu lassen, und es betrübt mich zu sehen, wie viele wir bei diesen harten Lehrstunden verlieren. Dennoch weiß ich, dass es notwendig ist. Wer nie einer solchen listigen Bestie in Fleisch und Blut gegenübergestanden hat, würde wahrscheinlich vor Angst erstarren, wenn es ernst wird.
Es gibt noch weitere Neuigkeiten. In der Stadt schreitet der Kampf gegen die magischen Verseuchungen sehr schnell voran und der König hat seiner Wertschätzung für alle Helfer Ausdruck verliehen. Normalerweise würde es mein Herz erfreuen, solch einfache und wohltätige Arbeit so gerecht belohnt zu sehen, doch jetzt ist mir das Herz einfach zu schwer.
Die Drachen sind fort, aber nur einen Narren würde dieses Wissen beruhigen. Wahrscheinlich sind sie aus einem bestimmten Grund gegangen und wir können nicht wissen warum - bis sie zurückkehren. Ich warte und wir alle beobachten den Himmel. Mögen unsere Reaktionen schnell sein und mögen wir irgendwo unser Heil finden.

- Gerik Morrow

Hintergrundtext Midgard : Hrokor wird von seiner Vergangenheit eingeholt

Hrokor brach dem Kabbalisten mit bloßen Händen das Genick - ein knackendes Geräusch. Ohne die Magie seines Beschwörers zerfiel das Simulacrum, das zuvor Rolynns undurchdringlichen Schild mit zahlreichen Schlägen getroffen hatte, zu einem Häufchen Erde. Hrokor hatte nicht genügend Zeit, um die Geister zu beschwören und so seine schwerste Wunde zu versorgen. Nur einen Sekundenbruchteil später musste er hinter eine zerschmetterte Säule springen, um den Pfeilen eines Kundschafters zu entgehen, der in einer Ecke des Gangs im Hinterhalt lag.

Zum Glück für die beiden Flüchtigen hatte die Expedition aus Albion ein wichtigeres Ziel. Die Dutzende von Kämpfern, die Nurizanes Kreuzung besetzt hielten, machten sich nicht die Mühe, sie zu verfolgen. Diese Aufgabe überließen sie lieber einer Handvoll ihrer beweglicheren Kämpfer. Wenn der Troll tatsächlich richtig gezählt hatte (was unwahrscheinlich war), dürften hinter ihnen nur noch zwei feindliche Kämpfer verbleiben. Der Bretone schoss weiterhin auf Rolynn, der jeden Pfeil aufhielt. Selbst magische Pfeile, die Feuer- und Säureexplosionen verursachen konnten, vermochten die magischen Verteidigungen des Kobolds kaum zu durchdringen. Rolynn duckte sich hinter seinen Rundschild, der fast so groß war wie er selbst, und rückte Schritt für Schritt näher an den Bogenschützen heran. In wenigen Sekunden würde er ihn erreichen und seinem Hinterhalt ein blutiges Ende bereiten.

"Er versucht zu fliehen ! Schnell, nehmt ihn gefangen !" Der Bogenschütze beschloss, den Kampf abzubrechen, und der Kobold setzte ihm nach. "Du, der große Steinmann, musst jetzt zaubern ! Lass ihn nicht entkommen !" Doch der Geschwindigkeitszauber des Flüchtigen hatte gewirkt und er löste sich in Luft auf. Von unsichtbaren Winden getragen, verschwand er um eine Ecke des Gangs. Den beiden Gefährten blieb nun nichts anderes übrig, als ihm zu folgen, denn wenn es ihm gelang, wieder zur Hauptmacht des Feindes zu stoßen, so wäre dies ihr Ende.

Als sie um die Ecke bogen, wurden sie Zeugen eines Ereignisses, dass sie beide verblüffte. Der Bogenschütze rannte hastig zwischen den Ruinen hindurch, als er plötzlich mit etwas Unsichtbarem zusammenstieß. An seinem ganzen Körper taten sich Wunden auf. Er ging strauchelnd zu Boden und rutschte in seinem eigenen Blut noch ein paar Meter, bevor er mit einem letzten Stöhnen reglos liegen blieb.

Einen Augenblick lang herrschte tödliche Stille, während der Troll und der Kobold dastanden. Dann ertönte rings um sie her ein kurzes, kreischendes Lachen. Blauhäutige Köpfe erschienen einer nach dem anderen aus dem Nichts. Sie alle trugen Rüstungen, die in einem grellen Blau lackiert waren. Hrokor erkannte bald seine alte Gilde wieder, die Blauen.

Der Troll stieß einen Seufzer der Erleichterung aus, doch war dies nicht angebracht, denn es war offensichtlich, dass die Neuankömmlinge keineswegs vorhatten, ihre Waffen niederzulegen. Sie näherten sich drohend.

"Grouhak !" rief er, da er nun die ganze Situation richtig verstand. Tatsächlich war seine Ankündigung, die Gilde verlassen zu wollen, nicht auf breite Zustimmung gestoßen, denn vor ihm hatte noch nie jemand die Blauen verlassen. Der Troll hatte sich heimlich davongestohlen, während die Führung der Gilde über das Schicksal des "Deserteurs" beratschlagte. Er hatte fälschlicherweise angenommen, ihr Zorn würde verrauchen.

Rolynn hatte sich seinen Gefährten aus der Gilde wieder angeschlossen. Seit sein Freund die Gilde verlassen hatte, war er sogar befördert worden, um zu sehen, wie sich die anderen ihm gegenüber verhielten. Hrokor beschlossen, die Situation zu entschärfen.

"Ist Rolynn noch böse auf Hrokor ?" fragte er freundlich.

"Du großer Steinmann hast uns hintergangen ! Wir folgen dir schon sehr lange. Du musst dafür bezahlen." Die noch frischen Blutflecke auf seinem Schwert glänzten zwischen den unterirdischen Schatten unheilvoll. Die Kobolde begannen ihn einzukreisen.

"Sind wir noch Freunde ?"

Rolynn schnaubte verächtlich. "Die Blauen sind unsere einzigen Freunde. Du bist kein Blauer mehr. Du bist kein Freund mehr. Du großer Steinmann wirst bald sterben."

Der Gefangene ging auf den Ausgangsturm von Midgard zu, eskortiert von seinen neuen Bewachern. Als sie sich einem Nurizane-Obelisken näherten, beschloss Hrokor, alles auf eine Karte zu setzen. Er stieß zwei vollkommen überraschte Kobolde beiseite und stürmte dann auf den Obelisken zu.

"Es hilft nichts. Du kennst dich hier nicht aus !" spottete Rolynn. Als Hrokor sich umwandte, sah er seinen Freund Gromck unter dem Angriff von einem halben Dutzend heulender Kobolde fallen. Rolynn näherte sich ihm mit einem höhnischen Grinsen. Der Troll versuchte, die Runen mit der Hand zu lesen, und hoffte auf ein Wunder. Er konnte nichts anderes tun, denn er wagte nicht, Magie gegen seinen alten Gefährten zu benutzen. Würde er hier sterben ?

Plötzlich umgab Hrokor eine seltsame Lichtkugel, just als sich der Kobold, rasend vor Zorn, mit gezogener Waffe auf ihn gestürzt hatte. Die Welt schmolz vor seinen Augen dahin. Er glaubte, in der Ferne eine schrille Stimme zu hören. "Es ist nicht möglich !" stöhnte die Stimme.

Dann war es Nacht. Stunde um Stunde schien zu verstreichen. Schließlich bemerkte der Schamane ein schwaches Licht. Es schien größer zu werden, so als nähere es sich ihm.

Kurz darauf fand sich Hrokor über einer riesigen Halle schwebend wieder, in einen übernatürlichen Dunst gehüllt. In der Mitte des Ganzen stand eine Kreatur, die nur aus dem Reich der Phantasie stammen konnte, umgeben von Dutzenden Monstern mit Hörnern und Flügeln. Die Szene wirkte zugleich grotesk und erschreckend. Dieser Ort musste der Hof eines mächtigen Dämons sein.

Ein weiterer Teufel erschien vor ihm, eine Schattenkreatur, geschaffen aus dem reinen Bösen. Hrokor schwebte über all dem. Aus einem unerfindlichen Grund konnte er die Sprache der Kreaturen verstehen und war für sie vollkommen unsichtbar.

"Lord Agramon," sagte der Schattendämon. "Wir ihr bereits wisst, ist es uns nicht gelungen, die Seelen von den Minotaurenrelikten sammeln zu lassen. Ich habe jedoch wichtige Neuigkeiten für Euch : Diejenigen, die sich im Labyrinth verlaufen haben, stören das Nexussystem, wodurch die Dimensionsbrüche größer werden. Einige von uns können nun mit Hilfe der Obelisken in die Welt der Sterblichen gelangen."

Die Stimme des Meisters ließ ihn vor seinem inneren Auge Bilder sowohl vom knirschenden Tor einer Festung als auch von einem brüllenden Berglöwen sehen. "Sehr gut, Nebrustos, mein treuer Novize. Wir werden unseren Aufbruch vorbereiten. Gib deinen Truppen Befehl, sich zu sammeln und auf meine Befehle zu warten. Sehr bald wird Agramon der Ernter zurückkehren und bald werde ich Rache nehmen."

Die Dämonen des Abgrunds planten eine Invasion der Reiche. Davor musste der König um jeden Preis gewarnt werden ! Hrokor trat und schlug wild um sich und versuchte, wieder zu verschwinden, doch seine Bewegungen waren so heftig, dass er sicher war, eine von Agramons Wachen müsse ihn gesehen haben.

Vielen Dank, dass ihr diese Woche die Freitagsnachrichten gelesen habt. Denkt daran, dass ihr in den Grenzgebieten wachsam sein müsst : Die Drachen könnten dort lauern und auf den richtigen Augenblick für einen Überfall warten. Bis nächste Woche !
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